Fotobericht über zwei Wochen Kroatienurlaub, hier noch mit Zelt statt Campingausbau
 21.6.2002
In diesem Urlaub noch ohne Campingausbau, stattdessen mit Zelt und Hausrat ohne Ende. Kaum zu glauben, was alles an Gepäck reinpasst. |

 Packen |
| An den Netzbefestigungspunkten wird über den Rücksitzen noch horizontal ein Netz gespannt, wo man leicht Sachen verstaut, die zwar sperrig sind, aber bei Vollbremsung kein Unheil anrichten können, z.B. Iso-Matten, Kopfkissen, Hüte, usw. Davor kommt noch ein Spannriemen, um nasse Handtücher während der Fahrt zu trocknen, und an das Spannnetz ein paar Haken oder Kleiderbügel. Auf die Vordersitze noch je ein Badetuch, dann kann man ohne "bleibende Schäden" für die Sitze während der Fahrt essen und trinken und hat die Tücher zum Baden gleich griffbereit. |
 Packen |
22.6.2002
Noch schnell die Fahrräder auf die Anhängerkupplung und die Campinstühle dazwischengeklemmt ... Fertig! Jetzt kann's losgehen. |
 Abfahrt |
Denkste! Da hatte ich gestern beim Packen vergessen das Radio auszuschalten. Schön, wenn man auf den Drittwagen zurückgreifen kann, denn der Golf von Susan war für die Urlaubszeit leider in der Werkstatt. Abfahrt um 9:30 Uhr
Fahrtroute: Haag, Prien/Chiemsee, Kitzbühl, Thurner Pass, Felbertauerntunnel, Lienz, Oberdrauburg, Plöckenpass, Udine, Triest, Rijeka, Karlovacz, Plitvice |
 Starthilfe |
Rastpause kurz vor dem Plöckenpass und Blick zurück Richtung Tauerngebirge.
Zur Strecke: Die Route war mal wieder goldrichtig, denn im Radio hörten wir, daß die Salzburger Route wie üblich verstopft war. Schöner ist diese Strecke sowieso.
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 Unterwegs |
Ankunft gegen 20:00 Uhr in Plitvice. Der sehr schöne Campingplatz ist naturbelassen und weiträumig angelegt, die Sanitäranlagen sind sauber und gepflegt. Er liegt nur wenige Kilometer nördlich des Nationalparks, den man unbedingt gesehen haben sollte. |
 Camping Plitvice |
23.6.2002
Schon kurz nach dem Eingang zum Nationalpark bot sich uns dieser herrliche Ausblick.
Der Eintritt kostete übrigens 70 kn für Erwachsene (= 10 Euro). Es sind über bunte Wegweiser verschiedene Touren ausgezeichnet, je machdem wieviel Zeit man mitbringt (z.B. 1-2, 3-4 oder 6 Stunden). |
 Nationalpark Plitvice |
Die vielen Holzstege fügen sich nicht nur optisch in die Landschaft ein, sie schützen auch die Natur. |
 Nationalpark Plitvice |
Vom kräftigen Türkis des klaren Wassers kann man gar nicht genug kriegen. Am liebsten wären wir auch mal ins Wasser gesprungen, aber leider herrscht überall Badeverbot. Ist wahrscheinlich besser so, wer weiß, wie es sonst aussehen würde. |
 Nationalpark Plitvice |
| Kein Wunder, daß es überall so erfrischend grün ist. Bei so viel Wasser! |
 Nationalpark Plitvice |
| Farbenpracht, wohin man schaut! |
 Nationalpark Plitvice |
Am größten der Seen kann man die Strecke auch mal per Boot abkürzen. Bei der Hitze (35 Grad) tat uns der Fahrtwind gut! |
 Nationalpark Plitvice |
| Das Wasser sucht sich seine eigenen Wege von See zu See. Manchmal plätschert es durch grüne Gräser und Büsche, ein anderes Mal fließt es durch einen Wald, oder es fällt einfach nur herunter. |
 Nationalpark Plitvice |
Die Höhenunterschiede von See zu See betragen manchmal nur einen Meter, manchmal aber auch deutlich mehr. |
 Nationalpark Plitvice |
24.6.2002
Weiterfahrt von Plitvice über Split nach Ploce. Dort nahmen wir die Fähre (1 Std.) zur Halbinsel Peljesac. Fähre = Hektik, wie der Pole mit dem Wohnwagen feststellen musste. Wenn es den "Platzanweisern" nicht schnell genug geht, greifen sie auch mal ins Lenkrad. |
 Fähre |
Nach gemütlicher Tagesfahrt kamen wir abends in Orebic an. Hier der schöne Campingplatz "Perna" bei Orebic. |
 Camping Orebic 121.28 KB |
| Camping ohne Hängematte ist wie Suppe ohne Salz. |
 Siesta |
27.6.2002
Für den Tagesausflug zur Insel Korcula nahmen wir die Fahrräder. Ist gesund für Körper, Seele, Geist und Geldbeutel, und man kann sich am Hafen problemlos vordrängeln. 
Übrigens ist Korcula der Geburtsort von Marco Polo (nicht der T-Shirt-Händler von heute, sondern der Asienreisende des 13.Jahrhunderts). Das Geburtshaus hatten wir letztes Jahr schon besichtigt, und ich erinnere mich mit Kopfschmerzen daran, dass der alte Marco deutlich kleiner gewesen sein musste als ich mit meinen 1,95m. |
 Oerbic-Korcula |
Hier der Hafen von Orebic.
Übrigens waren die Restaurants von Orebic extrem günstig, eine 2-Personen-Pizza z.B. gab es für umgerechnet 3 Euro. |
 Orebic |
Auf Korcula fanden wir einen der besten Sandstrände Dalmatiens, ca. 5 km südlich von Korcula Stadt. Ansonsten sind die Strände meist steinig oder felsig (Seeigel!). Plastikschuhe sind also ein Muss für den Badeurlaub in Kroatien. |
 Badespass |
Unser Campingplatz hatte sogar eine High Tec Variante des französichen Klos. Wohl dem, der genug Sagrotan zum desinfizieren dabei hat. Es gab aber auch ein neueres Waschhaus mit gepflegten Toiletten und Duschen. Wir waren gerne bereit, die 100 Meter mehr zurückzulegen, zumal es weniger frequentiert war. |
 Lass krrrachen, Amigo! |
Diese Low Tec Variante eines ärztlichen Dienstfahrzegs entdeckten wir bei der Krankenstation von Orebic. Immerhin ein Beitrag zur Kostendämpfung.
Die Krankenstation suchten wir auf, da sich Susan mit einem See-Igel angelegt hatte, der den Zweikampf mit 10:0 für sich entschied. Einen Stachel zog der Arzt für 30 Mark heraus, für die restlichen Stacheln empfahl er, Olivenöl draufzuschütten. |
 Notarztwagen |
Apropos Autos:
Vom Renault R4, dem geistigen Urvater des Citroën Berlingo, findet man in Kroatien noch viele gut erhaltene Exemplare. Auch anderen Autos aus den 60 Jahren begegnet man häufig. Man erkennt diese Spezies lange bevor man sie sieht schon am Geräusch. |
 R 4 |
Dieses Qualitätsprodukt wird man hier wohl noch in 100 Jahren vorfinden.
Natürlich fahren hier nicht nur Oldtimer herum, auch moderne Autos sieht man häufig. Spitzenreiter ist dabei mit Abstand der Skoda Octavia. |
 VW Käfer |
| Solche giftgrünen Käfer-Cabrios wurden auf Hvar vermietet. Auf den ersten Blick ganz nett. Der vermeintliche Überrollbügel ist allerdings nur ein ausgespartes Stück Blech, um das man einfach herumgeschnitten hat. Als Handtuchhalter bestens geeignet, wenn man ihn nicht überlastet. |
 VW Käfer Cabrio |
| Diese Fiat 600 Kopie wurde von der Firma Zastava in Lizenz hergestellt. Auch der Fiat 128 wurde von Zastava nachgebaut und zeigt sich hier noch oft in gepflegtem Zustand. |
 Zastava |
Yugo Koral nennt sich diese automobile Krankheit auf 4 Rädern. Querblattfedern und Motoren stammen von Fiat (903ccm 45PS , 1100ccm 55PS , 1300ccm 65PS), das Design ist made in Serbien. Der Export in die USA wurde zum Flop, denn selbst bei den nicht gerade qualitätsverwöhnten Amis gewann er auf Anhieb den Titel des miserabelsten Fahrzeugs.
Die heizbare Heckscheibe hatte er, damit man beim Anschieben keine kalten Finger bekam. |
 Yugo |
28.6.2002
Fahrt von Orebic nach Drvenic und Fähre zur Insel Hvar (ca. 2 Std.), und Durchquerung der Insel von Ost nach West zur Inselhauptstadt Hvar. Die schönste Art der Anreise! In Hvar nahmen wir mangels Campingplatz eine Pension. |
 Apartment Ausblick |
Das Apartment war blitzsauber, günstig (umgerechnet 22 Euro pro Nacht), und mit einem schönen Blick auf die Stadt und das Meer mit den vorgelagerten Hölleninseln ausgestattet. Auch der Parkplatz im Hof war im Preis inbegriffen. Mehr Infos zum Apartment unter www.dalmatianet.com/lacman |
 Apartment Ausblick |
| Natürlich haben wir nicht nur gefaulenzt ... |
 Uferpromenade |
Obwohl der Hafen von Hvar nicht gerade klein war, ging es stets ruhig und beschaulich zu. Rings um den Hafen unzählige Restaurants, Cafés und Bars. |
 Hafen von Hvar |
Im Hintergrund der Marktplatz von Hvar, der - genauso wie der Hafen - autofreie Zone ist. Im Vordergrund die Mietboote. Für umgerechnet 35 Euro (inkl. Sprit) kann man damit auf eigene Faust die vorgelagerten Badeinseln (auch Hölleninseln genannt) erkunden. Es gibt auch Taxiboote dorthin (hin- und zurück: ca. 2 Euro). |
 Marktplatz |
| Die Altstadt von Hvar hat jede Menge kleine Gassen und Natursteinhäuser zu bieten, wirkt aber trotzdem sehr gepflegt. |
 Altstadt |
In der Altstadt geht man abends besonders gerne essen.
Man sitzt dort nicht nur in romantischer Atmosphäre sondern auch windgeschützt. |
 Altstadtrestaurant |
Zum Baden fuhren wir gerne mit dem Taxiboot auf eine der Badeinseln (hier: Jerolim). Im Halbschatten spannten wir unsere Hängematten, und die Bucht mußte man nur mit sehr wenigen anderen Badegästen teilen. Segelboote, die gelegentlich im glasklaren Wasser ankerten, fügten sich harmonisch ins Landschaftsbild.
Plastiksandalen sind - wie üblich - zum Baden obligatorisch, da auch Seeigel diese Gegend bevorzugen. |
 Jerolim |
| Lavendel, wohin das Auge blickt. Die ganze Gegend duftet nach Lavendel! |
 Lavendelfeld |
Natürlich pflückten wir jede Menge Lavendel, packten ihn in einen Kopfkissenbezug und deponierten ihn im oberen Gepäcknetz. Der Berlingo duftete für den Rest des Urlaubs wie eine Parfümerie. |
 Lavendelfeld |
Das Hafenstädtchen Jelsa liegt im Norden der Insel Hvar. Östlich davon gibt es zwei sehr schöne Badebuchten mit Campingplätzen und Sandstränden. Hier ein Straßencafe im kubanischen Stil. Zumindest die bunten Stühle vor dem etwas in die Jahre gekommenen Rathaus und die Musik von "Bona Vista Social Club" sorgen für entsprechende Assoziationen. |
 Jelsa |
In Jelsa geht es deutlich beschaulicher zu als in Hvar. Wer den etwas ruhigeren Tourismus mag, ist hier bestens aufgehoben, und wird in Restaurants mit ca. 30% günstigeren Preisen als im 20 km entfernten Hvar belohnt. |
 Jelsa Hafen |
Noch ein Beitrag zum Thema Auto: Diesen Feuerwehrwagen hielten wir zuerst für ein ausrangiertes Museumsstück, bis wir ihn plötzlich im Einsatz sahen. Während wir unseren Cappucino schlürften, fuhr diese Kiste mit Blaulicht und "manuellem Martinshorn" an uns vorbei, d.h. der Beifahrer blies auf einer trompetenähnlichen Tröte zum Fenster heraus. Hallali und Horridou, die Jagd aufs Feuer ist eröffnet! |
 Feuerwehr |
Das spartanische Armaturenbrett des Feuerwehrwagens hatte sieben geheimnisvolle Kippschalter. Definitiv die Mutter aller Diebstahlsicherungen.  |
 Feuerwehr |
Im Cockpit alles griffbereit, was der diensthabende Feuerwehrmann für den Einsatz braucht: Eine Sonnenbrille, um dem Feuer auf Augenhöhe zu begegnen, ein paar Zigaretten zur Beruhigung, eine halbvolle Flasche mit Löschwasser, und das noch immer in Betrieb befindliche leibhaftige Martinshorn. |
 Feuerwehr |
Nochmal ein Blick auf Jelsa. Der Himmel verdunkelte sich langsam, obwohl es erst Nachmittag war. |
 Jelsa |
Auf der Fahrt von Jelsa nach Hvar war nicht mehr viel von der Sonne zu sehen, und es roch auch brenzlig. Der Grund war ein großer Waldbrand auf der Insel Korcula. Der kräftige Südwind trieb die Wolken direkt nach Hvar. |
 Waldbrandwolken |
4.7.2002
Die Rückfahrt begann gemütlich mit der Fährüberfahrt von Starigrad (Hvar) nach Split (2 Std). Die Fährverbindungen innerhalb Kroatiens sind grundsätzlich gut und preiswert. Nur über 1,80 m Höhe wird das Auto recht teuer. Zur Erinnerung: Der Berlingo ist 180,2 cm hoch, mit Urlaubsgepäck liegt er aber mindestens 2 mm tiefer, falls es jemand genau wissen will. |
 Hvar-Split |
Warten auf die Fähre nach Split. Ab Split waren es noch - 900 km bis nach Hause (Haag)
- 13 Stunden FahrtDurchschnittsverbrauch: 6,6 Liter
- Zuladung (2 Personen + Gepäck) ca. 400 kg
- insgesamt zurückgelegt: 2.800 km
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 Ende des Urlaubs |